THE BIG F-WORD

10. August 2014


Ich weiß nicht, weshalb genau ich das Wort Zukunft schon immer gruselig und abschreckend fand. An sich ist es doch ein positiver Begriff - "du hast eine Zukunft" ist immer hin schon mal mehr als toll! Und trotzdem. Vielleicht liegt's daran, dass ich nicht unbedingt der größte Fan von Veränderungen bin, ich liebe Beständigkeit (allerdings nur wenn ein bisschen Abwechslung mit dabei ist, ganz auf Veränderungen möchte scheinbar nicht einmal ich verzichten).  Oder es ist, weil ich mit meinem Leben an und für sich ganz zufrieden bin und die kommende Selbstständigkeit mir irgendwie Angst einflößt? Egal woran es liegt - "Zukunft" war für mich schon immer ein rotes Tuch. Hätte ich die Möglichkeit mein zukünftiges Leben schon jetzt anzusehen - ich würde es nicht tun.

Gerade jetzt, da in wenigen Monaten sich alles verändern wird und ein neuer Lebensabschnitt ansteht, wird das Gefühl der Hilflosigkeit um einiges stärker. Natürlich bin ich auch jetzt schon selbstständig - ich lebe in einem Internat, habe einen Monat mit drei Freunden im französischsprachigen Teil Kanadas verbracht und komme allgemein mit solchen Situationen sehr gut klar.

Ich glaube, es hat ein wenig mit Nostalgie zu tun. Immerhin ganze elf Jahre habe ich bisher die Schulbank gedrückt - in meiner ganz persönlichen Bilanz bedeutet das drei verschiedene Füller, grob geschätzt 50 Schreibblöcke, drei Klassenlehrerwechsel, viele Verzweiflungsattacken im Sportunterricht, zwei verschiedene Zimmerpartnerinnen im Internat, über 200 Mal Zimmerputz. Und fast die ganzen elf Jahre lang war ich stets mehr als zufrieden mit meinem Berufsstatus als Schülerin.

Aber man kann die Zeit nun mal nicht anhalten. Und vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht - denn auch wenn "Für immer 17" sicherlich einen tollen Filmtitel abgeben würde, im echten Leben hätte es schon so seine Nachteile nie erwachsen zu werden. Also - Augen zu und durch!



Laura S.

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